Die Geschichte der Kirchengemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Thalfang-Morbach ist mit ihrem Kern, den 12 Dörfern des ehemaligen Amtes Dhronecken („Mark Thalfang“), eine der Ă€ltesten evangelischen Gemeinden auf  dem HunsrĂŒck.
Der Wild- und Rheingraf Otto fĂŒhrte 1564 die Reformation ein und berief einen evangelischen Pfarrer an die Kirche in Thalfang, die zwischen 1300 und 1450 im gotischen Stil erbaut worden war. Die 12 evangelischen Dörfer des Amtes Dhronecken bildeten eine evangelische Enklave im großen kurtrierischen Gebiet.

Zu den besonderen Aufgaben der 1650 gestifteten zweiten Pfarrstelle zÀhlte die Schulaufsicht. WÀhrend des PfÀlzischen Erbfolgekrieges Ende des 17. Jahrhunderts unternahmen die französischen Besatzer den vergeblichen Versuch, die Gemeinde zu rekatholisieren. Im Friedensschluss erhielt stattdessen die kleine katholische Gemeinde das Recht, die evangelische Kirche mitzubenutzen. Das nahm sie fast 200 Jahre in Anspruch und baute erst Ende des 19. Jahrhunderts eine eigene Kirche.

 

Anfang des 20. Jahrhunderts kamen mit dem Eisenbahnbau viele preußische Beamte evangelischen Bekenntnisses nach Morbach. Die Seelsorge wurde 1906/07 den Pfarrern aus Thalfang ĂŒbertragen. ZunĂ€chst versammelten sich die Morbacher Protestanten im Wartesaal 2. Klasse des Morbacher Bahnhofs und in den RĂ€umen der Winterschule.
Die evangelische Gemeinde wuchs aber stetig weiter, sodass 1935 endlich eine eigene kleine Kirche gebaut werden konnte.
Nach dem 2. Weltkrieg kamen viele Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten (Schlesien, Pommern, etc.) nach Morbach, von denen die meisten evangelisch waren.
Einen großen Aufschwung erlebte die kleine Morbacher Gemeinde schließlich durch den Zuzug der Russlanddeutschen zu Beginn der 90er Jahre.
Die heute ĂŒber 1300 Gemeindeglieder zĂ€hlende Gemeinde fĂŒhlt sich in der hĂŒbschen Kirche mit ihrer gemĂŒtlichen AtmosphĂ€re sehr wohl und benutzt sie gerne als Gottesdienst- und VersammlungsstĂ€tte.

 

Die jĂŒngste Kirche der Gemeinde steht in Deuselbach: Die in Form eines Zeltdaches erbaute Trinitatiskirche. Der wachsende Fremdenverkehr am Erbeskopf bewog die Gemeinde unter großem Einsatz eine schöne moderne Kirche mit anheimelnder AtmosphĂ€re zu errichten.
Sie wurde am 27. Mai 1972 feierlich eingeweiht.

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